Annelie Biederstaedt

Blickwechsel bei K&S in Sottrum - 25. - 27.04.2017

Am 25. April war es endlich so weit: mein erster Tag "Blickwechsel" bei K& S in Sottrum!


Meine Kollegin Ute Jentsch und ich wurden von der Pflegeleitung Herrn Buchholz, Herrn Wekel und Frau Gonscherowski sehr herzlich empfangen. Nach einem kurzen Einführungsgespräch wurde uns das Haus bei einem Rundgang vorgestellt.

Von der hauseigenen Küche und der Wäscherei bis zum Vital Club duften wir uns alles ansehen. Beeindruckt waren wir von dem Snoezelenraum. Dieser Raum ist ausgestattet:

- mit Massagesesseln, schöner Beleuchtung und Musik - Entspannung und Wohlfühlen garantiert!

- einfachen Hilfsmitteln, um die Feinmotorik zu schulen wie einer Kiste mit Bohnen, einem Igelball oder einem Greifball. Hier kann man für sich selber noch Anregungen zum Nachmachen erhalten.

Nachdem wir uns einen Überblick vom Haus machen konnten, konnte es endlich losgehen.

Mein erster Tag war dann direkt im Wohnbereich 1.
Dort wurde ich von den Pflegerinnen in Empfang genommen. Einige der Bewohner befanden sich im Aufenthaltsraum beim Frühstück. Ich habe mich dann vorgestellt und dazugesetzt.
Hier und da konnte ich kleine Hilfestellungen geben.
Da die Bewohner im Vorfeld über unseren Besuch informiert wurden, gab es keine Probleme beim Kennenlernen.
Am späten Vormittag wurden dann einige kleine Gedächnistrainings gemacht. Dabei wurden die vorher teilweise in sich gekehrten Bewohner sehr munter und waren mit Begeisterung dabei.

Am zweiten Tag wurde ich schon mit Freude in Empfang genommen. Zuhören, da sein, beim Zureichen des  Essens helfen, erzählen...kleine, aber wichtige Dinge, wie ich schnell herausfinden konnte. Man trifft auf eine andere Welt mit vielen unterschiedlichen Menschen und Schicksalen. Traumatisierte Menschen, die den Krieg erlebt haben, kranke Menschen in ihrer eigenen Welt, vom Alter geschwächte Menschen - alles liebenswerte Persönlichkeiten, die auf Hilfe angewiesen sind. Beeindruckt haben mich die vielen jungen Pfleger und Pflegerinnen, welche mit Geduld und Kraft und natürlich Kompetenz ihre Arbeit machen. Hier und da ein kleiner Spaß, liebevolle Worte - das Miteinander von Jung und Alt klappt wunderbar. Wobei nicht zu vergessen ist, welche Anforderungen an die Mitarbeiter gestellt werden. Dokumentationen, fachliches Können kosten jeden Tag wieder Kraft - körperlich wie auch mental. Mein Respekt an dieser Stelle!!! Gut, dass es immer wieder Menschen gibt
die sich bereit erklären ihre ganze Kraft für andere Menschen einzusetzen.
Am Nachmittag haben uns Herr Buchholz und Herr Wekel einen kleinen Einblick in die Verwaltung, Dokumentationen, Pflichten und Gesetze gegeben. Nach über zwei Stunden waren wir doch ziemlich erschlagen von dieser Vielzahl an Informationen.

Am dritten Tag durfte ich Paul Zack bei seiner Arbeit im Vital Club begleiten und hier und da Hilfestellungen geben. Es war toll zu sehen, mit welchem Ergeiz und Kraftaufwand zahlreiche Bewohner die Fitnessgeräte nutzten, um ihre Übungen zu machen.


Ich könnte stundenlang berichten - meine Eindrücke und Erlebnisse, menschliche Begegnungen und Gespräche werde ich nicht vergessen.

Annelie Biederstaedt