Überbrückung von Liquiditätsengpässen während der Corona-Krise

Wir haben Ihnen hier wichtige Informationen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen während der Corona-Krise zusammengestellt. Gerne sind unsere Firmenkundenberater für Sie da.

Diese Seite wird regelmäßig für Sie aktualisiert.

Letzte inhaltliche Aktualisierung: 02.04.2020

KfW-Darlehen

Für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind:
KfW-Unternehmerkredit

  • Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) von bis zu 90 % für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung auch für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR).

 

Für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind

ERP-Gründerkredit – Universell (Finanzierung von Neugründung und Festigung bis zu 5 Jahre nach Gründung im In- und Ausland)

  • Risikoübernahmen in Höhe von bis zu 90 % für die durchleitenden Finanzierungspartner (in der Regel die Hausbanken) für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR.
  • Öffnung der Haftungsfreistellung für Großunternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 2 Mrd. EUR (bisher: 500 Mio. EUR)

 

KfW-Sonderprogramm für alle entsprechenden Unternehmen
Die KfW hat für kleine und mittlere sowie bzw. für große Unternehmen je ein Sonderprogramm vorbereiten und schnellstmöglich einführen. Dafür wurden die Risikoübernahmen bei Investitionsmitteln (Haftungsfreistellungen) deutlich verbessert und betragen bei Betriebsmitteln und Investitionen bis zu 90 %. Diese können auch von Unternehmen in Anspruch genommen werden, die krisenbedingt vorübergehend in Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind.  

Die Antragsstellung erfolgt wie bisher auch über die Hausbank bzw. den Finanzierungspartner.

Bitte beachten Sie, dass grundsätzlich die üblichen Unterlagen zur Kreditprüfung erforderlich sind (Jahresabschlüsse, BWA + SuSa, Einnahme- Überschussrechnungen, etc.). Gemäß der Förderbedingungen der KfW wird unter anderem eine gegebene Kapitaldienstfähigkeit vor dem Ausbruch der Corona-Krise vorausgesetzt.

Inzwischen besteht bei der KfW die Möglichkeit schon vor endgültiger Verabschiedung der Hilfspakete, Förderanträge zu den einzelnen Corona-Hilfsprogrammen zu beantragen.

Die KfW-Hilfskredite für Betriebsmittel sind aktuell mit einer Laufzeit von maximal fünf Jahren ausgestattet. Die Beantragung der KfW-Hilfskredite erfolgt - wie bisher auch  - über die Hausbank. Sollte der Liquiditätsbedarf aus den Folgen der "Corona-Krise" resultiert, gelten aktuell folgende Rahmenbedingungen / Maximalgrößen;

25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen

Es kann hier, bei entsprechendem Bedarf, die Definition gewählt werden, die den höchsten Kreditbetrag ergibt.

Unterlagen

Für die Antragstellung sind insbesondere zur Überprüfung der Förderbedingungen zunächst folgende Unterlagen/Angaben erforderlich (sofern uns diese noch nicht vorliegen):

  • Jahresabschluss/Einnahmenüberschussrechnung 2018 (möglichst auch mit Vorjahreszahlen)
  • Jahresabschluss/Einnahmenüberschussrechnung 2019, alternativ betriebswirtschaftliche Auswertung mit Summen- und Saldenliste 12/2019
  • für verbundene Unternehmen sind die Unterlagen / Angaben für alle Unternehmen (konsolidierte Betrachtung) erforderlich
  • kurze schriftliche Darstellung der für den Betrieb vorgenommenen / noch geplanten Maßnahmen
  • kurze schriftliche Darstellung und Berechnung des erwarteten Liquiditätsbedarfs (basierend auf aktuellen Annahmen) bzw. des Investitionsvolumens, mit Angabe des gewünschten Kreditbetrages
  • Sofern ein "Corona-bedingter" Liquiditätsbedarf finanziert werden soll: kurze schriftliche Darstellung, welcher Eigenbeitrag geleistet werden kann bzw. welche anderen Maßnahmen bereits getroffen worden sind bzw. noch werden (Antrag Kurzarbeit, Steuerstundung, Verhandlung mit Lieferanten/Vermietern...)

Sofern für die Antragsstellung weitere Unterlagen erforderlich sind, werden wir diese gesondert anfordern. Dies können beispielsweise sein: aktueller Bankenspiegel, Vermögensaufstellung, Einkommensteuerunterlagen.

Die notwendigen Anlagen für den KfW-Antrag haben wir ebenfalls beigefügt. Bitte füllen Sie diese aus und geben uns die rechtsverbindlich unterschriebenen Ausfertigungen zurück. Um die Bearbeitung und Weiterleitung an die KfW schnell und effizient gestalten zu können, reichen Sie diese Unterlagen bitte in gesammelter Form ein. Im Rahmen der Förderhöchstgrenzen kann es zu Reduzierungen der Kreditsummen kommen (siehe jeweils aktuelle Förderbedingungen). Bitte nutzen Sie auf jeden Fall weitere Stellschrauben zur Schaffung von Liquidität. Eine Finanzierung allein über Bankmittel schränkt Ihren Spielraum erheblich ein.

Wir prüfen Ihre Angaben und teilen Ihnen unseren Finanzierungsvorschlag mit. In den meisten Fällen sollte die 5-Jahreslaufzeit mit einem tilgungsfreien Jahr die sinnvollste Variante darstellen. Sicherheiten sind nicht zu stellen (Ausnahme: Persönliche Bürgschaft des Gesellschafters bei Kapitalgesellschaften)

Sollten Sie die Vergabebedingungen der KfW nicht erfüllen, prüfen wir gern andere Fördermöglichkeiten (z. B. eine Bürgschaft der zuständigen Bürgschaftsbanken). Auch hier sind die obigen Angaben erforderlich.

NBank

Auf der Startseite der NBank haben Sie die Möglichkeit, sich über den aktuellen Stand der avisierten Darlehens-/Zuschussprogramme zu informieren.

Über die NBank sind Anträge auf Förderkredite für kleine und mittlere Unternehmen mit Sitz im Bundesland Niedersachsen bis zu einem Betrag von 50.000,00 Euro pro Unternehmen möglich. Sollte Ihr Bedarf dadurch bereits gedeckt sein, empfehlen wir Ihnen zunächst dort Ihren Antrag zu stellen. Dort sind Laufzeiten von 10 Jahren möglich (bei 2 Freijahren!). Ferner ist darüber auch die Beantragung der Niedersachsen-Soforthilfe Corona mit finanzieller Unterstützung des Bundes (= seit 01.04.2020 Zusammenfassung des Bundes- und des Landeszuschusses) für Kleinunternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten möglich.

Landwirtschaftliche Rentenbank

Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet ab sofort Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Es zeigt sich schon jetzt, dass durch die enge Verflechtung der Märkte viele Unternehmen unter geringeren Erlösen und steigenden Kosten leiden. Betroffene Unternehmen können Darlehen aus dem Programm „Liquiditätssicherung“ in Anspruch nehmen, wenn sie ihrer Hausbank mitteilen, inwiefern der Liquiditätsbedarf durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurde.

Bürgschaftsbanken (Bremen und Niedersachsen)

Für die Bürgschaftsbanken sind Erweiterungen der Rahmenbedingungen für Ausfallbürgschaften inzwischen verabschiedet.

Kurzarbeitergeld

Bei vielen Unternehmen können Covid-19-Infektionen dazu führen, dass eine größere Anzahl von Mitarbeitern nicht mehr arbeiten kann oder dass Arbeitsplätze abgebaut werden müssen.

Das Kurzarbeitergeld soll dazu dienen, Beschäftigte vorübergehend weniger Stunden beschäftigen zu können, um ihnen nicht kündigen zu müssen.

Es kann beantragt werden, wenn die Kürzung von Arbeitsstunden vorübergehend und nicht vermeidbar ist.

Voraussetzungen finden Sie im Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit auf deren Internetseite.

Steuerliche Entlastungen

Bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten durch die Ausbreitung des Corona-Virus bieten Finanzämter verschiedene steuerliche Hilfsangebote an:

Herabsetzung von Steuervorauszahlungen
Zum 10. Juni 2020 stehen die Einkommensteuer- und die Körperschaftsteuer-Vorauszahlungen für das 2. Quartal 2020 an, Gewerbesteuer-Vorauszahlungen zum 15.05.2020. Zwar lassen sich diese Zahlungen nicht komplett aufheben, aber zumindest reduzieren. Dazu müssen Unternehmen beantragen, dass ihre Steuervorauszahlungen an die sinkenden Erträge für das Jahr 2020 angepasst werden.

Bis die Finanzverwaltung über die Anträge entscheidet, kann es einige Zeit dauern. Damit keine Zinsen auf den ursprünglichen Steuerbetrag berechnet werden, bis ein geänderter Vorauszahlungsbescheid ergeht, können Sie zusätzlich noch einen Antrag auf „zinslose technische Stundung“ stellen.

Stundung von Steuern
In schwierigen wirtschaftlichen Lagen können fällige Steuerzahlungen unter Umständen aufgeschoben werden. Bisher gibt es noch keine bundesweiten Regelungen. Deshalb gilt aktuell: Die Finanzämter können in Teilen oder komplett auf die üblichen Stundungszinsen verzichten. Diese betragen 0,5 Prozent pro Monat. Der Steuerpflichtige muss dafür darlegen, dass er durch die Pandemie nicht mehr fähig ist, Zahlungen zu begleichen.
Anmerkung: Die Finanzämter sind angehalten bis 31.12. keine Vollstreckungsmaßnahmen (z.B. Kontopfändungen) vorzunehmen, sofern der Schuldner unmittelbar von der "Corona-Krise" betroffen ist.

Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an Ihren Steuerberater.

Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen

Eine Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen ist möglich, wenn Sie oder Ihr Unternehmen sonst in ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten geraten würden. Ausgenommen sind Unternehmen, deren Zahlungsschwierigkeiten nicht nur vorübergehend sind. Bitte wenden Sie sich direkt an Ihre jeweils zuständige Krankenkasse. Sie entscheidet über die Anträge im Einzelfall. Es ist sinnvoll, sich frühzeitig mit den zuständigen Krankenkassen in Verbindung zu setzen, um die Möglichkeiten einer Stundung abzuklären.

Sobald wir weitere Infos haben, werden wir diese gern weitergeben.

Sollten Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir sind bemüht, Ihre Anfragen schnellstmöglich zu bearbeiten. Bitte tragen Sie mit einer vollständigen Unterlagenerstellung dazu bei.

Wir wünschen unseren Kunden vor allem Gesundheit und ein möglichst schnelles Überstehen der "Corona-Auswirkungen"

Ihre Volksbank eG Wümme-Wieste

Land Niedersachsen

Corona-Hotline des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

Unternehmen können sich bei Fragen direkt an das Ministerium wenden:

E-Mail-Adresse: mw-corona@mw.niedersachsen.de
Hotline: 0511 120 5757 (8 - 22 Uhr)

Bremer Aufbaubank (BAB)