"Kein Azubi mehr"

Ole Florin über seine Ausbildung in der Volksbank eG Wümme-Wieste

Heute ist der 30.01.2020, für mich ein ganz normaler Arbeitstag. Vor ungefähr einer Woche hatte ich meine mündliche Abschlussprüfung der Ausbildung zum Bankkaufmann und seit ungefähr einer Woche bin ich kein Azubi mehr.

Ausgelernt – darauf hatte man immer hingearbeitet und jetzt, wo alles geschafft ist, kommt für mich der Zeitpunkt, an dem man auch mal zurückblicken sollte auf die letzten 2,5 Jahre in der Volksbank eG Wümme-Wieste, auf meine Ausbildung.

Am ersten Tag meiner Ausbildung kam ich relativ aufgeregt um 8:30 Uhr in die Bank. Ich bekam einen Sitzplatz angeboten und wartete ab. Zum Glück kamen schnell meine Paten aus dem 2. Lehrjahr, stellten sich nett vor und holten mich und mein Lehrjahr ab. Es ist schön, seine Paten von Anfang an als gleichgestellte Ansprechpartner zu haben, egal worum es geht. Sofort lernte ich den Vorstand sowie unsere Ausbildungsleiterin Sibylle Gerken kennen. Sibylle begleitete uns durch die Einführungswochen und stand mir stets als Hilfe zur Seite. In den ersten Tagen, den Einführungswochen der Ausbildung, drehte sich vieles um Eingewöhnung in den Bankalltag, Kennenlernen der Kollegen, aber besonders um Teamgeist im Lehrjahr und um Identifizierung mit der Volksbank eG Wümme-Wieste. Durch unterschiedliche Projekte lernten wir die Bank intensiv kennen, ohne dort jemals gearbeitet zu haben. Nach den ersten zwei Wochen wurden mit einer offiziellen Abschlussveranstaltung der Einführungswochen in den Einsatz in allen möglichen Abteilungen der Bank entlassen – für mich eine wirklich spannende Zeit.

Im ersten Jahr war ich hauptsächlich in Rotenburg und Fintel im Service eingesetzt. Die Arbeit direkt im Kundenverkehr hat mir von Anfang an viel Spaß gemacht und ich wurde super von den Kollegen auf den Geschäftsstellen in Empfang genommen und über meinen gesamten Einsatz dort begleitet. Ich bin immer wieder gerne auf die „kleinen“ Filialen zurückgekommen, wenn ich dort eingesetzt wurde. Das selbstständige Arbeiten, welches einem auch wirklich zugetraut wurde, hat mir am Besten gefallen. Das erste Lehrjahr war für mich die prägendste Zeit, weil ich dort wirklich viel Fachliches, aber auch eine Menge im Kundenkontakt gelernt habe.

Im weiteren Ausbildungsverlauf ging ich durch fast alle Abteilungen der Bank. Von der Personalabteilung, dem Marketing über Telefonieren im Kunden-Service-Center habe ich mich auch in der Buchhaltung und im Controlling einsetzen können. Längere Zeit verbrachte ich außerdem in der Kreditabteilung. Hier findet die Sachbearbeitung von Privat- sowie Firmenkreditfällen statt und ich konnte hier nicht nur fachlich vieles mitnehmen.

Ein Hauptaugenmerk der Ausbildung in der Volksbank eG Wümme-Wieste liegt auf dem Vertrieb. Deshalb wurde ich in der Privatkundenberatung, der Wertpapierberatung und der Baufinanzierungsberatung eingesetzt und konnte in Hospitation, wie in selbst geführten Gesprächen viel Praxiserfahrung sammeln.

Die vertriebliche Ausbildung in der Volksbank bewährt sich vor Allem durch viele ergänzende Seminare. Jeden Monat hatten wir gemeinsam mit den Azubis von anderen Volksbanken Präsenzveranstaltungen, in denen wir fachliche Inhalte aus dem Berufsschulunterricht in die Praxis übertragen haben. Außerdem hatten wir hier die Möglichkeit, uns durch Verkaufs- und Beratungstraining persönlich und vertrieblich wirklich weiterzuentwickeln.

Zu den Präsenzveranstaltungen kamen zwei jeweils einwöchige Seminar, die Juniortrainings. Das war so ein bisschen wie Klassenfahrt mit anderen Volksbank-Azubis. Tagsüber war Gesprächstraining angesagt und nachts haben wir in Hannover im Hotel übernachtet. Das war schon ziemlich schick.

Zur Praxisebene im Betrieb und zur vertrieblichen Ebene in den Seminaren kam natürlich noch die Fachebene im Berufsschulunterricht. Jedes Jahr hatten wir zwei Schulblöcke à sechs Wochen Unterricht in Zeven. Berufsschule war manchmal langweilig, manchmal interessant, meistens aber ziemlich spaßig und man lernt halt das, was man lernen muss.

Nach der Ausbildung schaue ich sehr positiv auf die letzten Jahre. Ich hab mich persönlich wahnsinnig weiterentwickelt und viel Banktechnisches auch fürs Leben gelernt. Mit der Bankausbildung in der Tasche kann ich als Banker durchstarten, in jeden anderen kaufmännischen Beruf gehen oder noch studieren und hab trotzdem eine top Grundlage. Der Schritt in die Bank war auf jeden Fall die richtige Entscheidung für mich.

Ole Florin